Am Vulkan Kīlauea auf Hawaii kam es zu einem außergewöhnlichen Naturschauspiel: Lavafontänen trafen auf Wirbelwinde und erzeugten dabei einen seltenen "Vulnado"

Der Kīlauea zählt zu den aktivsten Vulkanen weltweit. Seit Dezember 2024 kommt es beinahe wöchentlich zu Eruptionen. Im Juni 2026 brach er seinen Rekord für die höchste Lavafontäne. Seit Beginn der aktuellen Eruptionsphase haben die Forschenden 48 Lava-Ausbrüche gezählt. Der bisherige Rekord des Vulkans lag bei 47 Lavafontänen innerhalb von dreieinhalb Jahren in den 1980er Jahren.

Nun formte sich am Kīlauea ein seltenes Phänomen, das selbst erfahrene Vulkanforschende in Staunen versetzt. Videoaufnahmen zeigen einen "Vulnado", der sich direkt am Kraterrand in den Himmel schraubt.

Ein Vulnado ist ein Wirbelwind, der im Umfeld eines Vulkanausbruchs auftritt. Geologisch betrachtet entsteht er aufgrund starker Temperaturunterschiede, wenn Lavafontänen auf kältere, umgebende Luftmassen treffen. Dabei entstehen starke Luftturbulenzen, die einen rotierenden Luftschlauch formen – ähnlich einem Tornado.

 

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